Zu meinem Hintergrund und meiner Motivation für Yoga
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Die Wirkungen würde ich beschreiben als die Entdeckung des „inneren Kosmos“, eine gute Konzentrationsfähigkeit, innere Stabilität, mentale Stärke und tätiges Mitgefühl für die Menschen. Nach einigen Jahren der Innen-Wendung entstand der Wunsch, diese Methoden und Erfahrungen auch im Leben anzuwenden und weiterzugeben. 2003 lernte ich Heinz Grill, den Begründer eines Geistschulungsweges für die heutige Zeit, kennen und entschloss mich, die von ihm angebotene dreijährige Initiatorische Schulung mitzumachen. Neben einer gezielten Form der Gedankenbildung schließt diese als wesentliches Element auch eine Hatha-Yoga-Praxis mit ein, die die innere seelische Dimension des Menschen erforscht und zum Ausdruck bringen möchte. Diese Ásanapraxis bildete die Grundlage meines Yogaunterrichts; wichtig ist mir daran die Verbindung unseres inneren Wesens mit dem Körper. Diese Schulung legte großen Wert darauf, die inneren Ideale konkret in verschiedenen Bereichen des Lebens wie auch in der Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeit umzusetzen. Die Wirkungen würde ich beschreiben als ein inneres „Geordnetsein“, mehr Bewusstheit für feinstoffliche Kräfte/Energien sowie ein bewusstes Arbeiten an der Beziehung und Begegnung mit Menschen. Auf diesem Weg entstand der Wunsch nach einer tieferen Verbindung zum Göttlichen im Menschen. 2013 begegnete ich schließlich dem spirituellen Meister Swami Sri Vishwananda, der seine Mission so beschreibt, dass er Liebe und Hingabe zu Gott in den Herzen der Menschen erwecken und stärken möchte. Anfang 2014 besuchte ich die von ihm begründete „Atma-Kriya“ -Schulung, welche verschiedene Methoden beinhaltet wie Meditation, Hatha-Yoga, Mudra, Mantra, Pranayama und Bhajan-Singen. Das Wesentliche und Schöne an dieser Praxis ist es, mit Liebe und Hingabe zu Gott und dem Göttlichen im Menschen zu üben. Mein Ziel ist es gegenwärtig, aus dieser Verbindung heraus das Leben zu gestalten (Atma Kriya = Handeln aus dem Bewusstsein der Seele). 2014 besuchte ich einen vertiefenden Om Healing-Workshop. So bin ich selbst und auch mein Unterrichtsstil geprägt einerseits von einem Verstehen-Wollen des Dharma, der Gesetze, welche in der Tiefe die Welten und das Leben des einzelnen Menschen regieren. Vor allem aber leitet mich die Suche nach Ishvara, dem Herrn jenseits und gleichzeitig in allen Formen, auch im Wahren Selbst des Menschen. Meinen Yogaunterricht möchte ich als religiös motiviert und philosophisch geprägt bezeichnen und sehe in der Hatha-Yoga-Praxis eine wunderbare Möglichkeit, das uns innewohnende Selbst im Körper auszudrücken. Darin liegt der eigentliche Heilwert der Àsana.
Mein Interesse am Yoga wurde geweckt, als ich mit 16 Jahren die „Autobiographie eines Yogi“ von Paramahansa Yogananda zu lesen bekam. In der Folge studierte ich die Lehrbriefe zum Kriya Yoga, die die von ihm gegründete SRF-Gesellschaft (Self Realization Fellowship) herausgibt. Sie enthalten grundlegende Anregungen für ein Leben, das Moralität, Erkenntnis und Liebe anstrebt sowie Techniken zur Förderung der Konzentration und Meditation. Als weiteres Fundament möchte ich auch „Raja-Yoga“ bezeichnen - die Sutren des Patanjali – interpretiert von Swami Vivekananda.  Sie beschreiben einen Pfad von acht Stufen bis hin zur Erfahrung des samadhi (Erleuchtung) und damit ein Ideal für spirituell und religiös orientierte Menschen. Vivekanandas Worte „Im Yoga müssen Sie nichts glauben, sondern können alles in die eigene Erfahrung bringen“, leiteten mich fortan. Einige Jahre später zog mich die Meditationspraxis des tibetischen Buddhismus an, zum einen aufgrund der Klarheit und Verständlichkeit der Lehre, zum andern, um der Frage nachzugehen, wer bin ich (in einem Zustand ohne Gedanken)?